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Erlebnispfad Pulheimer Bach

Erzählstation Aue

Koordinaten: 50°58'23'' N 6°45'48.50'' E

Höhe 75 m ü. d. Meer

 

Wovon erzählt dieser Ort?

Von den Landschaftsveränderungen in der Bachaue

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Ausschnitt aus der TK25 5006 von 1895 (sogenannte Preußische Neuaufnahme), frdl. Genehmigung Geobasis NRW

In der Karte von 1895 erkennt man in der Aue des Pulheimer Baches westlich der Olligsmühle zwei Teiche sowie einen Teich vor der Sintherner Wassermühle (Erzählstation 15). Man sieht auch, dass der Bach nicht in seiner natürlichen Tiefenlinie floss, sondern am Hang. Der westliche Teich blieb bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg erhalten und wurde dann verfüllt. Der Bach wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zudem in Sohlschalen aus Beton gelegt. Seine Position blieb am Hangfuß.

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Aufnahme vom 17. Juni 2009

Der verfüllte ehemalige Mühlenteich wurde bis 2009 landwirtschaftlich genutzt (Bild oben).

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Aufnahme vom 13. Juli 2010

Im Sommer 2010 wurde der Bach wieder in seine zuvor naturnah gestaltete Aue zurück geführt. Bis auf geringe Reste wurden die Betonschalen entfernt und abgefahren.

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Aufnahme vom 1. Juli 2010 

Beim Ausheben des neuen Bachbettes wurden feinkörnige, teilweise geschichtete Seeablagerungen gefunden. Sie erlauben den Einblick in ein Archiv der jüngsten Landschaftsgeschichte. Die Lehme werden von senkrechten röhrenförmigen Hohlräumen durchzogen, die begrabene ehemalige Schilfrohrstängel markieren. Das Schilfrohr stand in der Verlandungszone am Rande des Teiches und wurde von Material zugedeckt, das von den benachbarten Äckern abgespült wurde. Abgespülte Ackerkrume bedeckt entlang des Baches bis in eine Tiefe von 6 bis 7 Metern die heutige Aue (Erzählstation 21) und weist auf bedeutende, vom wirtschaftenden Menschen verursachte Bodenverluste an den Talhängen hin.

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Aufnahme vom 25. Oktober 2010

Mit Beendigung der Renaturierungsmaßnahmen war das ehemalige Ackerland zu einem abwechslungsreichen Feuchtgebiet mit gewundenem Bachlauf, Prall- und Gleitufern, Kiesbänken und Blenken umgestaltet, in dem der Bach bei Hochwasser sein Bett verlassen kann.

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Aufnahme vom 13. März 2013

Parallel zu den Renaturierungsmaßnahmen erfolgte im Rahmen der Patenschaft, die das Geographische Institut der Universität zu Köln für den Wassererlebnispfad Pulheimer Bach übernommen hatte, eine Vermessung unter Einsatz eines modernen Laserscanners und eines georeferenzierten GPS-Gerätes.

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3D-Darstellung der Ackerfläche in der Bachaue vor der Renaturierung auf der Basis von Laserscannerdaten, aufgenommen und bearbeitet von Dipl.Geogr. Dirk Hoffmeister; Arbeitsgruppe GIS & Fernerkundung (Prof. Dr. G. Bareth)

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3D-Darstellung des neu geschaffenen Bachlaufes in der renaturierten Aue auf der Basis von Laserscannerdaten, aufgenommen und bearbeitet von Dipl.Geogr. Dirk Hoffmeister; Arbeitsgruppe GIS & Fernerkundung (Prof. Dr. G. Bareth)

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Neu gestaltete Bachaue im Luftbild (frdl. Genehmigung von Geobasis NRW) , GPS-Vermessung durch Dipl. Geogr. Nora Tilly, Datenbearbeitung Dipl. Geogr. Dirk Hoffmeister; Arbeitsgruppe GIS & Fernerkundung (Prof. Dr. G. Bareth)

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Kindergartenbesuch in der renaturierten Bachaue; Aufn. vom 21. Februar 2012

Der Bachabschnitt wird mittlerweile zu allen Jahreszeiten und von allen Altersgruppen als Lern- und Erlebnisraum gerne angenommen.

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Geschwungener Bachabschnitt; Aufn. vom 3. Dezember 2010

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