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Erlebnispfad Pulheimer Bach

Trotz langer Trockenheit

 

Trotz langer Trockenheit - Die Quellen des Pulheimer Baches liefern unvermindert ihr Nass

 

Kleiner Zufluss am Pulheimer BachKleiner Zufluss zum Pulheimer Bach am 28. 11. 2011 (Quellgebiet Liebesallee)

Nach über sechs Wochen fast ohne Regen flossen Ende November die Quellen des Pulheimer Baches ohne erkennbare Minderung. Dem 12. Oktober mit über 18 Millimeter Niederschlag an einem Tag waren 49 Tage gefolgt, für die an der Wetterstation Pulheim-Geyen insgesamt weniger als 9 Millimeter gemessen wurden.

 

Niederschlagsdiagramm für Pulheim/Geyen
Quelle: http://luadb.lds.nrw.de/LUA/wiski/pegel.php?stationsname_n=PulheimGeyen&yAchse=Anpassung&nachSuche=&hoehe=468&breite=724&datum=2011-12-01&progn=&diagramm=linie&ersterAufruf=&meindatum=01.12.2011&jahreswerte=Monatssummen&ausgis=&meifocus=&neuname=

Der November 2011 ist der mit Abstand niederschlagsärmste Monat des Jahres, denn bereits in den ersten beiden Tagen des Monats Dezember fiel mit 8 Millimetern mehr Regen als im gesamten November (5, 62 mm). Und es war deutschlandweit der trockenste November seit mindestens 1881.

Pegel am Übertritt zum AuenseePegel am Übertritt zum Auensee (Versickerungsgebiet Große Laache) am 30. 11.2011

Dennoch zeigte der Pegel an der Großen Laache einen höheren Wasserstand an als an manchen Sommerwochen mit mehr Niederschlag.

 

Blick von der Beobachtungskanzel auf den Auensee
Blick von der Beobachtungskanzel am 28. November 2011 auf den Auensee (Versickerungsgebiet Große Laache)

Und im Auensee stand nach fast 50 Tagen ohne Regen noch wenige Zentimeter tiefes Wasser.

Das alles versteht man nur, wenn man sich die Wasserhaushaltsgleichung vor Augen führt.

Wasserhaushaltsgleichung

Niederschlag = Verdunstung + Abfluss + (Rücklage – Verbrauch)

Quellen werden nicht direkt vom Niederschlag gespeist, sondern kommen aus einer Rücklage, dem Speicherraum des Grundwassers. Dieser liegt im Quellgebiet des Pulheimer Baches in mächtigen Sand- und Kieslagen über einem Wasserstauer. Am Wasserstauer liefern Schichtquellen so lange Wasser, bis der Speicher erschöpft ist und das dauert offensichtlich.

Verdunstung ist im November deutlich geringer als in den Sommermonaten, deshalb reicht das Wasser, das der Pulheimer Bach aus seinen Quellen (und aus dem Klärwerk Glessen) erhält, völlig aus, um die Verdunstung über dem Auensee auszugleichen.

Wir empfehlen Ihnen für weitere Informationen zu diesen und ähnlichen Themen, zumindest im download die Tafeln am Beginn des Entdeckerpfades und an der Beobachtungskanzel anzusehen. Erlebnisreicher ist jedoch bestimmt der Besuch.

 

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